Kennlernfahrt

Hallo meine Lieben,

wie versprochen tippe ich jetzt den Beitrag zu meiner Kennlernfahrt Anfang September. Ich sitze jetzt gerade auf dem Balkon im Hotel, höre Musik und starre aufs Meer. Ich liebe es hier obwohl ich einige Ideen hätte, wie es mir besser gefallen könnte. Aber darum soll es hier ja jetzt nicht gehen.

Heute geht es um meine Kennlernfahrt nach Ernsthofen. Wie einige vielleicht schon wissen, habe ich ende August meine Ausbildung zur Sozialassistentin angefangen. Und damit sich die Klasse etwas besser kennenlernt, sind wir in der zweiten Woche schon direkt mal zusammen weggefahren. Drei Tage, also zwei Nächte. Der Ort an dem wir waren, ist nicht wirklich weit weg von zuhause und dort gibt es auch nichts spannendes zu unternehmen oder so. Erstaunlicherweise haben wir das aber auch nicht gebraucht.

Wir sind Montagmorgen los und lasst euch sagen, es war schon echt komisch. Wir kannten uns alle eine halbe Woche und dann ging es darum, wer im Bus wo sitzt, wie die Zimmerverteilung sein wird und wer was für Süßigkeiten dabei hat.
In der ersten Woche habe ich mich schon gut mit B(ella) verstanden. Wir saßen auch im Bus zusammen und es stand fest, dass wir in ein Zimmer wollen.

Unsere Zimmerverteilung stand echt schnell fest und so saßen wir dann in unserem 6er Zimmer in der obere Etage. Wir hatten das schönste und hellste Zimmer.
In diesen drei Tagen hat sich dann auch so ziemlich unsere ‘Clique‘ geformt, dazu aber später nochmal ein bisschen mehr.

Wir haben die Tage über viel gespielt, getanzt, gesungen und gebastelt. Also die ganze Klasse. Das war ziemlich das Programm der Kennlernfahrt an sich.
Montagabend haben wir lange im Bett gesessen, Musik gehört und geredet. Um Mitternacht sind wir raus aufs Fußballfeld um in den Geburtstag einer Klassenkameradin reinzufeiern. Wir haben gesungen, gelacht und getanzt, es war wirklich toll. Danach lagen wir auch noch zwei Stunden oder so wach im Bett und haben über alles mögliche geredet. Ich habe mich auch geöffnet und habe den Mädels von meiner Vergangenheit erzählt. Es tat gut darüber zu reden, ohne verurteilt zu werden.
Dienstagabend hatten wir einen sogenannten Kulturabend, an dem alle möglichen Lehrer eingeladen waren und wir in Kleingruppen etwas präsentieren mussten. Manche haben gesungen, andere getanzt, wieder andere geschauspielert,.. ihr habt das Prinzip verstanden, ja? Meine Gruppe, also unsere Gruppe, wir haben ein Sockenpuppentheater vorgeführt. Das heißt wir haben die Tag über zu sechst in unserem Zimmer gesessen und unsere Sockenpuppen gestaltet. (Was vielleicht gesagt sein sollte, wir waren nicht genau die 6. aus dem Zimmer. Eine, welche auch nicht wirklich zu unserer ‘Gruppe’ gehört, war in einer anderen Gruppe und dafür war dann A in unserer Gruppe. A ist ein Junge aus unserer Klasse, der irgendwie so ziemlich dazu gehört bei uns.)
Wir hatten einfach den Tag über schon so viel Spaß und die Vorführung am Abend war das Highlight. Wir haben uns einfach unglaublich gut verstanden und auch nach dem Kulturabend noch zusammen gesessen und gelacht. Damit kommen wir kurz zu etwas, was andere sehr witzig und seltsam fanden: Die Duschsituation war nicht besonders gut und da wir zu 4. duschen gegangen sind und es aber nur 3 Kabinen gab, bin ich eben einfach bei den Jungs duschen gegangen. Mir macht sowas ja nichts aus und ja. Ich hatte schon vorher gesagt, dass ich damit kein Problem habe und am Ende war es dann so, dass A zeitgleich eben auch duschen war. Nun stellt euch bitte die Gesichter der anderen vor, als es dann hieß ‘Eva und A waren zusammen duschen‘. War also schon witzig.
Weil wir uns so gut verstanden haben, ging der Abend dann auch so zu ende, dass A bei uns im Zimmer übernachtet hat. Wir lagen zu siebt dann in zwei Betten und es war ziemlich gut. Nachts sind dann zwei glaube ich in ihre eigenen Betten gegangen. Morgens war es unglaublich kalt und ich wollte wirklich nicht aufstehen.
Also haben wir kurzerhand entscheiden, dass uns niemand beim Frühstück vermissen wird. Also A und ich. H, das Mädchen welches nicht wirklich zu unserer Gruppe gehört, hat dann spontan auch entschieden, da zu bleiben. Wieso, weshalb, warum – darauf gehe ich jetzt nicht ein. Wir sind dann also im Bett geblieben, haben uns unter die warmen Decken gekuschelt und noch ein bisschen entspannt.
Wir sind Mittwoch schon mittags wieder zurück und ich muss gestehen: bisher wohl die beste Klassenfahrt auf der ich je war. (Rom 2014 war zwar auch schon ziemlich gut, aber das hier war viel besser.)

Seit der Kennlernfahrt ist unsere Gruppe kaum zu trennen und ich muss gestehen, dass ich das wirklich sehr genieße.
Am Freitag werden wir auch den Dienstagabend ‘feiern’ und wir werden zu sechst bei mir übernachten, Filme schauen und einfach die gemeinsame Zeit genießen.

Ich war am Anfang recht skeptisch, dieses ganze ‘Ich muss mit Leuten wegfahren, die ich nicht kenne‘ (was aber auch sehr an meiner Vergangenheit liegt) und bin nun aber mehr als froh, dass wir es gemacht haben.
Ich kann sowas nur unglaublich empfehlen und kann ehrlich gesagt nicht mehr warten, bis wir wieder auf Klassenfahrt fahren.

Bis bald, 
Eva xx 

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